Chantal Wicki: Gleissen

Chantal Wicki: Gleissen

Prosa
»Der Mann wünscht sich eine Frau, die ihm Dinge so preisgeben kann, als wäre sie selber ein Mann. Aber ihre Stimme hat einen anderen Ton und ihr Begreifen einen anderen Klang. Sie spielt mit anderen Grenzen. Andere Verstörungen kennt sie und andere Verlockungen. Sie kennt sie genau, mit einer brutalen Genauigkeit. Ihre Obszönität erschafft sich eine andere Ästhetik. Sie wird sich Dir nicht angleichen, aber sie wird Dir das Wasser reichen, eine simple, heftige Schale Ähnlichkeit.«
 
Hingabe, Lust, Macht, Schmerz und die Frage nach den Grenzen – Chantal Wicki lotet in ihrem ersten längeren Prosatext anhand einer Beziehung grundsätzliche Fragen aus. Die subtile Verschiebung von Machtverhältnissen, Ekstase, Gewalt, Unterwerfung. »Gleissen« überschreitet inhaltliche wie formale Grenzen und ist ein literarisches Ereignis.
 
Mäandernd zwischen Erzählung, poetischen Überschreitungen jeglicher Art, klugen Verbindungen und philosophischen Annäherungen hält sich Chantal Wicki in »Gleissen« an keine gängigen literarischen Regeln. So schafft sie die perfekte Form für einen kurzen, heftigen Text, dessen roter Faden – die Beziehung zwischen einer Frau und einem Mann – nur das Portal darstellt zu einem intensiven, virtuosen literarischen Ritt, dessen Sog man sich nicht entziehen kann. 
 
»... der Text ist schlicht eine absolute Sensation, ein singuläres literarisches Ereignis. Chantal Wicki verfügt nicht nur über eine umwerfend starke Bildersprache im Range einer Virginia Woolf oder einer Elfriede Jelinek, sondern diese ihre Bildlichkeit ist auch bemerkenswert eigenwillig, vielleicht hat das damit zu tun, dass sie auch Malerin ist.« Roland Heer, Autor (»Fucking Friends«, bilgerverlag) 
Autoreninformation
Gebunden,
128 Seiten,
12.5 x 19 cm
€ (D) 16.90 /
CHF 29.80 /
€ (A) 17.40
Artikelnummer: 978-3-905801-22-4
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